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Wenn der Schlaf gestört ist > Untersuchungen 

 
Zitat

"Ich hab doch nichts, weder Dukaten, noch Liebe, besitze auch kein Talent, bin unverheiratet, kurz ein Eigentümer aller Erfordernisse zum Schlaf, und - kann doch nicht schlafen!"

Gottlieb Moritz Saphir


 
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Untersuchung


Wenn man über mindestens einen Monat hinweg drei bis vier Nächte in der Woche schlecht schläft und sich tagsüber müde, erschöpft, antriebslos und in seiner Leistungsfähigkeit eingeschränkt fühlt, sollten die Ursachen der Störung ärztlich abgeklärt werden.


Erste Anlaufstelle ist eine allgemeinärztliche Praxis. Eine erfolgreiche Behandlung setzt voraus, dass der Arzt möglichst genau über die Beschwerden in der Nacht, aber auch am Tage informiert wird. Denn die Befindlichkeit während des Tages liefert wichtige Hinweise auf Art und Ursache des gestörten Schlafes. Deshalb ist es sinnvoll, sich bereits zuhause folgende Fragen zu stellen und die Antworten aufzuschreiben: 

  • Seit wann besteht meine Schlafstörung?
  • Leide ich unter Ein- oder Durchschlafproblemen?
  • Wann beziehungsweise unter welchen Umständen ist es zu der Schlaflosigkeit gekommen?
  • Bessert oder verschlechtert sie sich unter bestimmten Bedingungen (zum Beispiel nach körperlicher Bewegung oder wenn ich früher oder später als gewohnt zu Bett gehe)?
  • Was habe ich bislang gegen meine Schlafprobleme unternommen (Arzt- oder Heilpraktikerkonsultationen, sonstige Maßnahmen)?
  • Welche – verschreibungspflichtigen und nicht-verschreibungspflichtigen – Arzneimittel nehme ich derzeit ein?

 

Leider verfügen längst noch nicht alle niedergelassenen Ärzte über ausreichende schlafmedizinische Kenntnisse. Um das Leiden möglichst rasch zu lindern, aber auch auf Druck ihrer Patienten, verschreiben deshalb viele Ärzte viel zu schnell Schlafmittel oder Antidepressiva – der Griff zum Rezeptblock als Ersatz für die eigentlich notwendige gründliche Ursachenforschung.


 Je besser ein Arzt über schlafmedizinische Probleme informiert ist, desto zurückhaltender wird er mit der Verordnung von Medikamenten sein. Er wird stattdessen nach äußeren Störfaktoren, nach Ernährungsgewohnheiten und Lebensstil fragen, nach körperlichen Beschwerden sowie nach der Einnahme bestimmter Medikamente, die den Schlaf beeinträchtigen können. Außerdem wird er versuchen, sich ein möglichst genaues Bild von den aktuellen Lebensumständen zu machen, und sich nach beruflichen, familiären oder anderen Konflikten erkundigen. Möglicherweise wird er Patienten mit chronischen Schlafstörungen gleich an eine fachärztliche Praxis oder an eine schlafmedizinische Ambulanz überweisen. Schlafmittel verschreibt er allenfalls in einer akuten Notlage und nur für die Dauer von maximal zwei bis drei Wochen – nachdem er seine Patienten ausführlich über Risiken und unerwünschte Wirkungen aufgeklärt hat.


Wenn sich nach vierwöchiger Behandlung in der darauf folgenden Zeit ohne Schlafmittel immer noch keine erholsame Nachtruhe einstellt, empfiehlt es sich, einen Facharzt aufzusuchen. So sollten sich zum Beispiel starke Schnarcher (mit und ohne Atemstillständen) auf jeden Fall an einen Hals-Nasen-Ohren- oder an einen Lungenfacharzt wenden. Beim Symptom der unruhigen Beine oder bei Konzentrationsstörungen ist ein Neurologe, bei nächtlichem Juckreiz ein Internist der richtige Adressat.


Wer nach wie vor an Ein- oder Durchschlafstörungen, vielleicht auch unter Antriebslosigkeit leidet, sollte sich nicht scheuen, einen Psychiater zurate zu ziehen, da die Schlafprobleme möglicherweise auf eine Depression zurückzuführen sind. Führt auch die fachärztliche Therapie nicht innerhalb eines weiteren Monats zum Erfolg, sollte unbedingt eine Schlafambulanz aufgesucht werden.


Die gleiche Empfehlung ist schlafgestörten Patienten zu geben, die bereits eine lange Odyssee durch verschiedene Arztpraxen hinter sich haben. (Stiftung Warentest | www.test.de/buecher)


Authorin: Ingrid Füller, 2002

 

Erstgespräch und Schlaftagebuch

 

Die erste Stufe auf dem Weg zur endgültigen Diagnose ist ein ausführliches Erstgespräch mit Ihrem Arzt.

Erstgespräch und Schlaftagebuch

Ambulante Vorstufendiagnostik

 

Bei Verdacht auf eine schlafbezogene Atmungsstörung können die einzelnen Körperfunktionen während des Schlafes ganz unkompliziert zu Hause gemessen werden.

Ambulante Vorstufendiagnostik

 

 

Ablauf im Schlaflabor

Im Schlaflabor wird die weiterführende Diagnostik durchgeführt. Neben der Polysomnografie, mit deren Hilfe Ihr nächtlicher Schlaf analysiert wird, finden im Schlaflabor auch Tagesmessungen statt. Diese sollen die Ursachen Ihrer Schlafstörung weiter eingrenzen.


 

Ablauf im Schlaflabor

 

 

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"Sleeping Girl with Cat"

Pierre Auguste Renoir
1880

 
 

Bei Schlafapnoe können gefährliche Atempausen bis über 600 mal pro Nacht oder bis zu 2 Minuten Dauer auftreten.

 
 
Dieser Text ist ein Auszug aus dem Buch:

Wenn der Schlaf gestört ist
Füller, Ingrid
ISBN: 3931908712

Welche Funktionen hat gesunder Schlaf? Wie lassen sich Arbeits- bedingungen und die innere Uhr vereinbaren? Welche Behandlungs- möglichkeiten sind sinnvoll, und welchen Stellenwert haben Arzneimittel?

Diese und viele weitere Fragen rund um das Thema Schlafstörungen beantwortet dieses Buch.

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